DAS GERÄT
Sbiro-Ruten gibt es in Längen zwischen 3,00 und 4,50 Metern und 5 g bis
65 g Wurfgewicht. Am wichtigsten sind bei diesen Ruten die feinnervigen
Spitzen, die auf jeden Anbiss reagieren und die Forellen keinen
Widerstand spüren, aber sie müssen über so viel Rückgrat verfügen, dass
der sofortige auch Anhieb auf weite Distanzen sitzt.
Die Rollen sollten etwas die Größe 20, 25 oder 30 haben, also möglichst
klein und nicht so schwer sein, da man mehr oder weniger den ganzen Tag
mit der Rute aktiv fischt. Wichtig ist eine ruckfrei arbeitende Bremse,
um die Fluchten von kapitalen Forellen abzufangen.
DIE KÖDER – QUAL DER WAHL
Von der Fliege über Twister und Bienenmaden bis hin zu kleinen Wobblern lässt sich am Sbiro alles präsentieren.
Der absolute Klassiker ist und bleibt der Forellenteig, der das Angeln
an den Forellenseen revolutioniert hat. Damit er aber seine ganze
Fängigkeit ausspielen kann, muss er so angebracht werden, dass er sich
im Wasser propellerartig dreht. Dazu formt man zunächst eine kleine
Kugel über denHaken, knetet dann ein Dreieck, drückt es etwas flach und
biegt die Ecken spiralförmig nach außen. Fertig! In jedem Fall sollte
man vor dem Angeln die Dreheigenschaften seines Teigs überprüfen, indem
man den Köder durchs Wasser zieht.
Klassische Farben sind Gelb, Weiß sowie Grün-Glitter, doch auch andere Dekors fangen gut.
Eine kleine Auswahl fängiger Köder:
FLEXIBEL FISCHEN!
Balzer-Teamangler Willi Frosch rät, am Wasser stets was Neues
auszuprobieren. „Wenn die Forellen nicht beißen wollen, muss man so
lange mit dem Köder, der Vorfachlänge und der Tiefe experimentieren,
bis man die Fische gefunden hat.“ Leider gibt es keine Faustregel, was
wann funktioniert.
An manchen Tagen mögen die Forellen nur langsam geführte, weiße oder
rote Twister und an anderen Tagen stehen sie auf schnell geführten Teig
oder Bienenmaden. Es hat sich bewährt, zunächst mit einem Haken der
Größe sechs bis acht und einem etwa 80 Zentimeter langen Vorfach zu
beginnen. Sollten die Forellen dann nicht beißen, heißt das noch lange
nicht, dass keine Fische da sind. Oft sind sie einfach zu misstrauisch.
Dann kann man mit Hakengröße und Vorfachlänge experimentieren. Manchmal
schnappen die Forellen erst bei Größe zehn und einer Länge von 1,80
Metern zu.
Nach dem Auswurf wartet man kurz, bis der Sbiro auf die gewünschte
Tiefe gesackt ist und beginnt dann langsam mit dem Einkurbeln. Für eine
bessere Bisserkennung dreht man sich nach dem Auswerfen am Besten zur
Seite, die Rute zeigt nun parallel zum Wasser. Variieren Sie die
Richtung und die Geschwindigkeit wie bei einem lebendigen Köder. Da
Forellen meist eine bestimmte Wassertiefe bevorzugen, sollten Sie bei
der Wahl der Schleppmontage und der Einholgeschwindigkeit des Köders
solange experimentieren, bis sich entsprechender Erfolg einstellt.